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Kampfregeln
Kampfregeln
1 Feldregeln (diese gelten für alle Personen, die das Gefechtsfeld
betreten)
- Anordnungen der Marschälle muss jederzeit Folge geleistet werden.
- Niemand darf das Kampfgebiet betreten, solange er unter dem Einfluss von
Alkohol oder anderen Drogen steht. Dazu gehören auch Medikamente, die das
Bewusstsein, die Wachsamkeit oder die Wahrnehmung des eigenen Verhaltens
im Kampfgebiet beeinträchtigen können.
- Alle Verletzungen müssen einem Marschall gemeldet werden.
- Unter gar keinen Umständen dürfen irgendwelche scharfen Gegenstände
in das Kampfgebiet gebracht werden, es sei denn, diese werden von einem
Sanitäter ausdrücklich angefordert.
- Rauchen, Kaugummikauen und Essen sind auf dem Feld während einer öffentlichen
Vorführung nicht gestattet.
2 Marschälle
- Marschälle sind unbewaffnet, haben aber einen Stab um Kombattanten trennen zu können.
- Marschälle tragen eine orangefarbene Armbinde und ein orangefarbenes Fähnchen am Stab und sind dadurch als Marschälle zu erkennen.
- Marschälle haben die Befugnis, alle Personen, die das ZDS-Regelwerk beharrlich missachten, des Feldes zu verweisen.
- Die Marschälle müssen alle Waffen als für den Kampf zulässig genehmigen.
3 Kampfregeln (diese gelten für alle Kämpfer)
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Allgemein
- Alle Gruppen sind dafür verantwortlich sicherzustellen, dass ihre
Mitglieder ausreichend ausgebildet sind, um am Gefecht mit den Waffen, in
denen sie geübt sind, teilzunehmen.
- Kämpfer, die aus irgendeinem Grund aggressiv oder erregt sind, sollten
das Kampfgebiet unverzüglich verlassen.
- Beim Kampf muss ein angemessen starker Hand- und Kopfschutz getragen
werden. Wer keinen entsprechenden Schutz trägt, darf nicht kämpfen.
- Alle Kämpfer müssen über 16 Jahre alt sein. Mitglieder unter 18
Jahren dürfen nur dann am Kampf teilnehmen, wenn eine schriftliche
Genehmigung der Eltern oder Erziehungsberechtigten vorliegt.
- Nicht-Kämpfer wie Marschälle und Wasserträger dürfen nicht in den
Kampf auf dem Feld verwickelt werden, sofern dies nicht anders
abgesprochen wurde.
- Wenn ein Gegner nicht kämpfen möchte, ist sein Wunsch zu respektieren
und ein anderer Gegner auszusuchen.
- Anfänger oder Mitglieder, die vorher noch nicht an einem Gefecht
teilgenommen haben, sollten eine gelbe Armbinde tragen, damit die anderen
wissen, dass sie sie vorsichtiger behandeln sollten. Sie sollten außerdem
unter der Obhut eines erfahrenen Kämpfers stehen.
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Allgemeiner Waffengebrauch
- Die Marschälle müssen alle Waffen als für den Kampf zulässig
genehmigt haben. Die Waffen müssen sauber und frei von Rost und
herausstehenden Graten sein. Waffen dürfen nicht in die Erde gesteckt
werden.
- Alle Waffen sollten eine Schnittkante von mindestens 2 mm haben. Spitzen
müssen stärker abgerundet sein als das stumpfe Ende eines Bleistifts.
- Waffen mit Haken dürfen nicht benutzt werden, um einen Kämpfer mit
seinem Körper oder seiner Rüstung festzuhaken.
- Dreschflegel, Kettenwaffen (jedwede chaotischen Systeme) und Handfeuerwaffen sind verboten.
- Ohne vorherige Vereinbarung der Teilnehmer und Marschälle sind Ringkämpfe
oder Handgemenge verboten.
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Trefferzone
- Alle Treffer innerhalb den in den Abbildungen grün gekennzeichneten Bereichen werden gewertet.
- Die in den Abbildungen rot gekennzeichneten Bereiche dürfen generell nicht aktiv angegriffen werden.
- Kopfschläge (Hiebe auf den Kopf) sind verboten.
- Kopfschläge können vorher von sehr erfahrenen Kämpfern und den Marschällen abgesprochen werden (dies obliegt der Eigenverantwortung der Kämpfer und ist nur mit entsprechendem Kopfschutz erlaubt).
- Stöße (Stiche) sollten vorher von sehr erfahrenen Kämpfern und den Marschällen abgesprochen werden, Stöße (Stiche) in Richtung Kopf, Gesicht oder Nacken sind generell nicht erlaubt (dies obliegt der Eigenverantwortung der Kämpfer).
- Absichtliche Schläge auf die Hände sind verboten; Schläge, die Hände und Handgelenke berühren zählen nicht, es sei denn, die Hand wurde absichtlich zum Abblocken eines Schlages eingesetzt.
- Absichtliche Schläge gegen die Füße sind verboten; Schläge, die Füße oder Fußgelenke berühren, zählen nicht.
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Bild 1:
Trefferzone A
Hiebwaffen / Beschuss |
Bild 2:
Trefferzone B
Schwert Stiche |
Bild 3:
Trefferzone C
Stabwaffen / Stangenwaffen |
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Schwert, Axt usw.
- Alle Schläge (Hiebe) müssen innerhalb der Trefferzone A (Bild 1) liegen.
- Alle Stöße (Stiche) müssen innerhalb der Trefferzone B (Bild 2) liegen.
- Alle Stöße (Stiche) müssen
mit der Handfläche nach unten ausgeführt werden.
- Treffer auf Ellenbogen- oder Kniegelenke etc. werden gewertet, Gelenke sollten jedoch grundsätzlich von den Kämpfern geschont werden.
- Bei Schlägen in Richtung Kopf (nur nach Absprache) ist die Kopfmitte das Ziel. Schläge dürfen nur senkrecht von oben, aber nicht von der Seite treffen, weil das schwere Erschütterungen zur Folge haben kann. Ein Treffer mit der flachen Seite der Waffe ist erstrebenswert.
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Stabwaffen / Stangenwaffen
- Alle Stöße (Stiche) müssen innerhalb der Trefferzone C (Bild 3) liegen.
- Stabwaffen müssen stets mit beiden Händen geführt werden, wobei die Handfläche
der führenden Hand nach unten weist. Stabwaffen dürfen nicht durch die
vordere Hand gleiten, während man auf einen Gegner zustößt.
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Bogen- und Armbrustschießen
- Bögen sollten nicht stärker als 40 Pfund und Armbrüste nicht stärker als
70 Pfund sein.
- Schützen, die Hartgummispitzen benutzen, haben einen
Abschusswinkel von mindestens 45 Grad zu beachten oder, wenn das Feld
klein ist, einen ausreichenden Winkel um weit über Kopfhöhe zu liegen,
es sei denn, dies ist anders abgesprochen.
- Nur Schützen die weiche,
gepolsterte Spitzen verwenden dürfen direkt auf den Gegner schießen, es gilt die Trefferzone A
(Bild 1).
- Alle Pfeile/Bolzen müssen Polster- oder Gummispitzen aufweisen und müssen von
einem Marschall geprüft und genehmigt sein.
- Alle Schüsse müssen stets vom Publikum weg gezielt werden.
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Treffer
- Der Waffengebrauch muss kontrolliert erfolgen, wobei die Hiebe so weit
zurückgehalten werden, dass sie keine Schmerzen oder Verletzungen
verursachen.
- Als Treffer zählt jeder kräftige Hieb auf einen Kämpfer innerhalb der entsprecgenden Trefferzonen, wobei
Treffer einbezogen werden sollen, die leichter sind, um potenzielle
Verletzungen zu vermeiden. Alle Hiebe sollen so ausgeführt werden, dass
sie den Anschein erwecken, als ob der Gegner mit tödlicher Kraft
geschlagen wird, wobei der angenommen wird, dass mit dem Schwert geschnitten
und nicht nur angetippt wird.
- Sofern nicht anders besprochen, hat jeder Kämpfer eine Grundzahl von 3 Trefferpunkten.
Kämpfer in Kettenhemden können einen zusätzlichen und Kämpfer in
Plattenrüstung können 2 zusätzliche Trefferpunkte bekommen.
- Ein Treffer
von einem Pfeil nimmt statt des üblichen 1 Punktes 2 Trefferpunkte weg.
- Sofern nicht anders besprochen, gilt: we getötet wurde entferne
man sich aus der Linie und suche sich einen anderen Gegner zum k ämpfen
oder mache eine Pause und trinke etwas Wasser.
4 Empfehlungen
Es wird empfohlen, dass die Kämpfer sich über die Mindestanforderungen
der Regeln hinaus mit modernen Ellenbogenpolstern, Kniepolstern, Leistenschützern
für Männer und Brustschützern für Frauen schützen, die unter der
Oberbekleidung der Kämpfer verdeckt getragen werden können, sofern diese
Bereiche nicht schon durch Rüstungen geschützt sind. Weiterhin wird
empfohlen, dass alle Kämpfer ein wattiertes Gambeson tragen.
Stand
28.11.2008
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