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Geschrieben von: Sebastian Hohl, Kappaval   

Führen einer Daneaxt

 

Allgemeines zur Daneaxt

Die Daneaxt zählt wie z.B. der Ger zu den Stangenwaffen und wird zweihändig geführt. Man kämpft damit, wie auch mit dem zweihändigen Ger, aus der zweiten Reihe der Linie. Die Daneaxt dient als Unterstützung, indem sie Schilde aufzieht und so den Weg für einen Ger öffnet, selbst Treffer setzt (auf durch Schilde gedeckte Schultern) oder einfach nur bedrohlich präsent ist und so den Gegner in seinem Verhalten beeinflusst. Der Daneaxtkämpfer sollte dabei ein gutes Auge für den Fortgang des Kampfes haben und schnell reagieren, wenn seine Unterstützung an anderer Stelle benötigt wird. Dabei kann die Daneaxt sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung die Linie entscheidend verstärken.
Aufgrund seiner Position hinter der Linie, liegt eine weitere Aufgabe des Daneaxtkämpfers in der Ausübung des Unterkommandos. Daher – und auch aufgrund der oben genannten nötigen Flexibilität – sollten bevorzugt Kämpfer mit taktischem Geschick zu dieser Waffe greifen.

 

Handhabung gemäß Codex-ZDS

Die Daneaxt nimmt aufgrund der Beschaffenheit der Waffe eine Sonderstellung ein. Sie kann sowohl als Axt, aber auch wie eine Stangenwaffe (z.B. Ger) geführt werden. In jedem Fall aber muss die Daneaxt zweihändig geführt werden.

Auszug aus dem ZDS Regelwerk §3:

C.  Trefferzonen / Waffengebrauch
[...]

Schwert, Axt, Dolch usw.
1. Alle Schläge (Hiebe) müssen innerhalb der Trefferzone A (Bild 1) liegen.
[...]

Stabwaffen / Stangenwaffen

1. Alle Stöße (Stiche) müssen innerhalb der Trefferzone C (Bild 3) liegen.
2. Stabwaffen müssen stets mit beiden Händen geführt werden. Die Handfläche der führenden (vorderen) Hand muss nach unten weisen. Stabwaffen dürfen nicht durch die vordere Hand gleiten, während man auf einen Gegner zustößt. Die hintere Hand darf nicht das obere Ende der Stange sperren/blockieren, so dass ein Durchrutschen durch beide Hände gewährleistet ist.
[...]


Alle Treffer werden mit der Schneide des Axtblattes als Hieb, Stich oder Schnitt gesetzt und müssen entsprechend sorgfältig geübt sein, bevor die Freigabe für die Linie erfolgen darf.

  • Wird die Daneaxt wie eine Stangenwaffe eingesetzt, gilt Punkt 2 der Stab- / Stangenwaffenregel (die Daumen der Hände sind zueinander gerichtet). Es gilt die Trefferzone für Stab- / Stangenwaffen.
  • Wenn allerdings Schläge (Hiebe) mit der Daneaxt ausgeführt werden, ist die Handhabung nicht genau definiert. In diesem Fall müssen beide Handflächen am Axtstiel nach oben weisen (die Daumen beider Hände sind zum Axtblatt gerichtet), es muss also umgegriffen werden. Nach wie vor gilt, dass die hintere Hand das obere Ende des Axtstiels nicht sperren/blockieren darf. Es gilt die Trefferzone für Schwert, Ax, Dolch.

Es kann passieren, dass die Axt sich verhakt, wenn man sie zurückzieht. Hier muss der Axtkämpfer aufpassen, dass er sofort den Druck rausnimmt und dem Gegner Zeit gibt sich zu befreien. Dies zählt selbstredend nicht als Treffer.

 

Auszug aus dem ZDS Regelwerk §3:

B.  Allgemeines zu Waffen und Sicherheit
[...]
3.
Waffen mit Haken dürfen nicht benutzt werden, um einen Kämpfer mit seinem Körper oder seiner Rüstung festzuhaken.
[...]

Das absichtliche Einhaken ist an allen Körperteilen verboten, an Schilden aber durchaus erlaubt. Hakt man einen Schild ein, darf dies nicht im oberen Kreisviertel bei Rundschilden oder an der Oberkante bei Kiteschilden passieren, da hier die Verletzungsgefahr für das dahinter liegende Gesicht zu hoch ist.

 
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